Unterwegs in Chinatown

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Willkommen auf der Yaowarat Road!


Hier verläuft die Hauptschlagader des chinesischen Viertels von Bangkok. Von morgens bis abends pulsiert hier das quirlige Leben, die Bonbon-farbenen Taxis drängen auf der Hauptstraße und durch die Seitengassen, während die lauten Tuk-Tuk Autorikschas, welche mit ihren dröhnenden Motoren, durch die Hausschlucht der fünfspurigen Straße rasen oder gerade am Straßenrand nach abenteuerlustigen Touristen oder verwegenen Einheimischen Ausschau halten.
 
Auch wenn die Yaowarat Road, die ihren Anfang am Odeon Kreisel mit dem imposanten Eingangstor nimmt, auf den ersten Blick mit ihren vielen Familienläden, Werkstätten, Nähereien, Banken und Hotels eher unattraktiv und manchmal langweilig erscheint, so finden sich dennoch immer wieder interessante Ansichten und interessante Fotomotive für den Hobbyfotografen. Einige Kreuzungen weiter nördlich, am beliebtesten Abschnitt der Straße hingegen, haben ihre Läden die Juweliere, vornehme Verkäufer des chinesischen Porzellans, edle Schneider, asiatische Modedesigner und auch hier und da sichtet man die eine oder andere ausländische Kaffeehauskette, ein Einkaufzentrum oder hochpreisige Restaurants und Hotels. Hier und da auch ein etwas mehr bescheidener Verkäufer von Bermuda Shorts und T-Shirts. Auf der Straße hingegen, am Bordstein oder auf dem Gehweg stehen diejenigen, die sich kein Lokal leisten können – die kleinen Krämer, die Straßenköche viele Lebensmittelverkäufer. Sie sind es, die dieser Gegend den besonderen Flair angeben, die die Straße und ihre Seitengassen – meist ohne Absicht - so eindrucksvoll in die Szene setzen.
 
Während entlang der Straße das blanke Chaos ausgebrochen zu sein scheint, kochen die vielen Straßenköche ihre schmackhaften, exotischen Köstlichkeiten in aller Ruhe am Straßenrand und in den Seitengassen des Viertels, die Verkäufer in den kleinen Läden und die Krämer an ihren mobilen Verkaufsständen sortieren die Waren und beraten die Kunden. Über all diesen Eindrücken liegt sich neben der großen Hitze noch eine Ebene der Empfindungen – die Gerüche. Hier riecht man beim Vorbeigehen sowohl die verschiedensten Zutaten der leckeren Mahlzeiten, die geheimnisvollen Kräuter und Wurzeln aus dem Naturheilmittelladen um die Ecke, den Weihrauchgeruch der kleinen Stäbchen in den Tempeln und auch das Benzin der vielen lauten Motorroller oder Tuk-Tuks.
 
Kommt der Besucher von der Hauptstraße etwas ab landet er nicht selten auf einem quirligen Tagesmarkt mit noch mehr leckeren Straßenessen, Obst, Fisch, Fleisch und Gemüse, oder einer sehr engen Gasse wo gerade mal zwei Menschen nebeneinander passen und dennoch waghalsige Bewohner des Viertels mit ihren kleinen, oftmals mit Kisten, vollen Tüten und Kartons vollgepackten, Rollern, ihr Glück und das Glück der Fußgänger herausfordern in dem sie durch dieses Labyrinth brettern. Hier wird alles noch etwas erstaunlicher, ungewohnter, spannender, kurioser und dadurch natürlich auch interessanter. Ob in Glasflaschen abgefülltes Benzin für die Roller, Gemüse, Kräuter oder chinesische Lampions, Feuerwerke und Opfergaben für Tempelgänger, ein kleines Freiluftrestaurant mit 3 Tischen – hinter jeder Ecke lauert das Unerwartete.
 
Auf dem Weg vom Bahnhof und Metrostation Hua Lam Phong passieren wir den bekannten und sehenswerten Tempel Wat Trai Mit welcher an das Eingangstor zu Chinatown grenzt. Weiter dann, der Yaowarat Road folgend, in der Umgebung der Straße können einige interessante chinesisch-buddhistische Tempel und Schreine bewundert werden. Dazu gehören der Kuan Im Shrine dem man gleich hinter dem Tor vorfindet, einige kleinere und weniger bekannte Schreine und Tempel sowie die – empfehlenswerten - Tempel Wat Mongkol Samakhom und Wat Kanma Tuyaram sowie der etwa 300 Meter weiter nördlich liegende – und wohl bekannteste – Tempel Wat Mangkon Kamalawat.
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Absolutes Muss ist der Besuch von zwei weiteren Orten. Zunächst der über 100 Jahre alte Talat Kao Market (Alter Markt), auf dem die einheimischen Köche und Einwohner jeden Tag frische Lebensmittel einkaufen, und das Nakhon Kasem Center - auch "Diebesmarkt" genannt - ein kleines Viertel in dem früher gestohlene Waren verkauft wurden, heute jedoch viele Antiquitätenhändler, Bücherläden und Geschäfte mit Musikinstrumenten auf den interessierten Kunden warten.
 
Nur all dies zusammen kann die aufregende Stimmung dieses ganz besonderen chinesischen Viertels wiedergeben. Hier nämlich haben sich die Chinesen am besten mit der einheimischen Bevölkerung assimiliert, selbst der König Taksin der Große (1734-1782) und einige Königsmütter waren chinesischer Abstammung. Daher identifizieren sich die meisten der Bewohner – voller Bewusstsein ihrer Wurzeln - als chinesische Thailänder oder gar als Thailänder und leben auch im Alltag als solche.
 
An vielen Orten der Welt gibt es chinesische Viertel. In den Vereinigten Staaten von Amerika, in Kanada oder in den Niederlanden und Singapur. Doch wohl am meisten davon bekannt das in San Francisco in den USA. Hingegen ist das Chinatown in Bangkok wiederum auf der Welt - aufgrund der asiatischen Bauweise, der regionalen Verbundenheit sowie der kulinarischen, kulturellen und mentalen Gemeinsamkeiten mit den Thais - einmalig und ungewöhnlich exzitierend.
 
Das chinesische Viertel von Bangkok – der eigentliche Name ist Samphanthawong - existierte schon vor der Gründung von Krung Thep (der gekürzte einheimische Name von Bangkok) als eine Siedlung chinesischer Händler auf dem östlichen Ufer des Chao Phraya Flusses. Später dann, als die Hauptstadt aus Thonburi – am westlichen Ufer gelegen und heute nur ein Stadtteil Bangkoks; früher war es die nach dem Fall von Ayutthaya von König Taksin eigentlich neu gegründete Hauptstadt des Reiches – ins Herz des heutigen Bangkok verlegt worden war, wurde die Siedlung zu einem wichtigen Stadtteil der Hauptstadt.
 
Die Chinatown ist ein absoluter Hingucker nicht nur am Tage sondern auch am Abend, wo es bis an die späte Nacht, nicht unbedingt ruhiger und leiser wird im Viertel. Denn sobald die Sonne hinter den Häusern der Stadt verschwindet und der Himmel immer röter wird, gehen die Neons an den Hauswänden an und die Yaowarat Road erleuchtet in wunderschönen, magisch auf jeden Ästheten einwirkenden, starken und gut komponierten, gelblich-rot dominierten Farben. Jetzt machen auch die fotogenen Tuk-Tuks ihre Außenbeleuchtung an und verschönern die graue Fläche zwischen den Bordsteinen. Bei vielen Touristen und Fotografen ein sehr beliebtes Fotomotiv.
 
Plötzlich blitzt eine hohe Feuerflamme in der vollen, dunklen Seitengasse. Keine Sorge, es ist nichts passiert. Ein Straßenkoch hat gerade die Pfanne vom Feuer genommen und das zubereitete Pad Thai mit einem eingeübten Schwung in der Luft gewendet. Auch wenn es für ihn Routine ist – ein schöner Anblick in der nächtlichen Stimmung. Gleich ist er damit fertig und das leckere Pad Thai landet auf einem Teller und später im Schlund einer sich gierig die Lippen leckenden Touristin. Schon das bloße Zuschauen lässt sie offenbar über den unvermeidlichen Gaumengenuss Tagträumen.
 
Hier und das schleicht eine dünne, kurzhaarige Kreatur auf dem Boden entlang. Es ist ein obdachloser Hund der nach milder Gabe sucht und traurig in die Augen der Streetfood Genießer blickt. Der arme Kerl, das Herz geht doch immer auf bei dem Anblick. Doch er hat Glück, braucht nicht lange zu warten und schon wird ihn ein Stück Fleisch zugeworfen. Auch seine Hunde-Kumpanen und die auf der Mauer lauernde Katze werden wie immer etwas zu Essen bekommen – wenn auch nicht zu viel.
 
Der Tag geht zu Ende, es ist nach 23 Uhr, die meisten Läden sind schon ohnehin seit Stunden zu, nur noch die Straßenverkäufer schließen die letzten Verkäufe ab, die Köche fangen an langsam ihre Stände zu schließen, die Taxis und Autorikschas sammeln Fahrgäste auf, die letzten Touristen machen sich auf den Weg zur Metro. Nur die Temperatur ist immer noch über 25°C und die gewaltige Luftfeuchtigkeit ist auch kaum gefallen. Es ist Zeit ins Hotel oder nach Hause zurück zu kehren und etwas zu schlafen bevor der nächste Tag in Chinatown, an der Yaowarat Road beginnt.
Anbei findet sich die Karte mit markierten Sehenswürdigkeiten (orange) in der näheren Umgebung der Yaowarat Road. Hauptsächlich sind es Schreine und Tempeln. Einige davon auch traditional thai buddhistisch, alle anderen chinesisch buddhistisch.

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Auf der obigen Karte finden sich die  markierten Einkaufszentren und Einkaufsstraßen (dunkelgrün) in der näheren Umgebung der Yaowarat Road. In der Regel sind es so genannte Plaza´s, die hier und da schmall zwischen zwei andere Gebäude eingequetscht wurden und somit leicht zu übersehen sind.

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Die bekanntesten und beliebtesten Tag- und Nachtmärkte (hellgrün) in Chinatown findet ihr auf dieser Karte. Normal grenzen diese Märkte gleich an die Yaowarat Road, doch ab und zu gibt es auch ein paar Meter Abstand. Da sowohl der Straßenrand wie auch die Seitengassen - in der Hochsaisson - mit mobilen Verkaufsständen dicht umstellt sind, können die eigentlichen Märkte leicht übersehen werden. Zudem sind einige davon erst gegen Abend geöffnet.

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Auch wenn leckeres Strassenessen an praktisch jeder Ecke zu finden ist und es von kleinen, namenslosen Restaurants nur so wimmelt - hier  findet sich die Karte mit den empfehlenswerten Restaurants (dunkelorange) in der Umgebung von Chinatown. Sicherlich aufgrund der fehlenden guten Räumlichkeiten und der starken Konkurrenz durch die oben genannten Anbieter, sind es allerdings nicht sehr viele und nicht alle liegen direkt an der Hauptstraße des Viertels.

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Es gibt einige, wenige Hotels in Chinatown, die ich euch empfehlen kann. Allerdings macht der Lärm und die Gerüche unter umständen keine Freude um dort abzusteigen. Daher findet ihr auf der Karte Hotels (dunkelblau) in der Nähe, doch etwas entfernt von Chinatown. Dennoch ist der Weg dorthin kurz und die Taxis in Thailiand so günstig, dass es sich nicht lohnt zu Fuß zu laufen.

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Tipp: andere gute Hotels in Bangkok und Thailand findet ihr auf Siamroom.net
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